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Countdown 30: Werkstätten – unabdingbare Serviceeinrichtungen für Lehre und Forschung

Unmittelbar nach der Gründung der Fakultät BCI wurde sehr schnell deutlich, dass ein Aufbau der Forschungs- und Praktikumsapparaturen ohne eigene Werkstätten nicht realisierbar ist. So wurde noch im Allgemeinen Verfügungszentrum (AVZ) die erste mechanische Werkstatt eingerichtet und im Laufe der Zeit mit den vier Unterabteilungen Mechanik, Schlosserei, Feinmechanik und Schreinerei etabliert. Die Vielzahl der zu bearbeitenden Aufträge in den Anfangsjahren wird allein durch die Anzahl von 24 festangestellten Mitarbeitern und fünf Azubis deutlich. Glücklicherweise konnte mit den vorhandenen finanziellen Mitteln eine ordentliche Ausstattung finanziert werden. So wurde neben den Standardmaschinen zur Metall-, Kunststoff- und Holzbearbeitung die auch heute noch größte an der TU Dortmund vorhandene und betriebene konventionelle Drehbank angeschafft. Eine Plasmaschneidbrennanlage sowie die ebenfalls größte an der TU Dortmund existierende CNC-Fräsmaschine ergänzten den Gerätepark. Mit dieser Ausstattung konnten und können Versuchsanlagen unterschiedlichster Größe hergestellt werden. Besonders in Erinnerung geblieben sind Komponenten aus dem Bereich der Apparatetechnik zur Festigkeitsprüfung: eine unter Vakuum betriebene 1m³ große Mikrowelle zum Tempern von Keramik oder Sprühköpfe mit feinsten Düsenlöchern mit einem Durchmesser von 0,2 mm.

Eine der größten Herausforderungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der mechanischen Werkstätten ist, herauszufinden, was die Studierenden und Assistentinnen und Assistenten gebaut haben wollen: Häufig werden nur einfachste Skizzen eingereicht, aus denen dann komplizierte Bauteile mit genau definierten Abmessungen erstellt werden sollen. Mit Erfahrung und nach vielen Rückfragen werden aber stets realisierbare Lösungen erarbeitet.

In weiser Voraussicht planten die damaligen Verantwortlichen eine Glasbläserei. Es war absehbar, dass mit externen Firmen eine Erstellung der in der Chemietechnik üblicherweise eingesetzten Glaskomponenten nicht machbar ist. In der in Richtung Glasapparatebau ausgerichteten Werkstatt waren bis zu vier Mitarbeiter tätig. Mit der damals angeschafften Drehbank können Glaskomponenten mit Durchmessern von 300 mm und Längen von 1.500 mm hergestellt werden. Diese Maschine ist ebenfalls die größte Drehbank ihrer Art an der TU Dortmund und noch heute nahezu täglich im Einsatz.

Ebenfalls direkt nach der Gründung der Fakultät wurden das Elektroniklabor und die Elektrowerkstatt eingerichtet. Die Fülle der anstehenden Aufgaben war auch hier dermaßen hoch, dass beide Abteilungen insgesamt sieben Personen beschäftigten. Während in den Anfangszeiten integrierte Schaltungen für Steuerungen und Prozessautomatisierungen gebaut wurden, geht es heute vornehmlich um Arbeiten aus dem Bereich der Mikrocontroller-Technik.

Nach dem Einzug der EDV in die Fakultät BCI bestand Bedarf an entsprechend geschultem Personal. Die gegründete Rechnerbetriebsgruppe (RBG) war fortan für die Betreuung der Rechner, Server, aller EDV-Einrichtungen sowie der PC-Pools zuständig.

Erfreulicherweise gab es während des Bestehens der Werkstätten, abgesehen von kleineren Blessuren, keine schwerwiegenden Verletzungen. Der größte Unfall war eine Explosion während der Inbetriebnahme der neu angeschafften Plasmaschneidbrennanlage, allerdings ausgelöst durch Techniker der Herstellerfirma. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Durch Umstrukturierungsmaßnahmen an der TU Dortmund wurden, abgesehen von der RBG, sämtliche Werkstätten der TU Dortmund organisatorisch zu den wissenschaftlichen Werkstätten zusammengefasst, stehen aber weiterhin der Fakultät BCI zur Verfügung.



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