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Countdown 8: 10 Jahre Thermische Verfahrenstechnik - ein Rückblick auf die erste Dekade

Noch vor der Eröffnung des offiziellen Universitätsbetriebs und vor der Konstituierung der wissenschaftlichen Selbstverwaltungsorgane wie dem Rektorat, dem Konvent und dem Senat bekam die „Thermische Verfahrenstechnik" eine Leitung. Als einer der ersten Hochschullehrer wurde im Frühjahr 1969 der damalige Lehrstuhlinhaber Prof. Paul-Michael Weinspach mit den Aufgaben in Lehre und Forschung betraut.

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Da die Väter des Strukturplans der neuentwickelten interdisziplinären Studienrichtung „Chemietechnik" keinen eigenständigen Lehrstuhl für das unverzichtbare Grundlagenfach „Wärme- und Stoffaustausch" vorgesehen hatten, wurde dieses Lehrgebiet der wissenschaftlich eng benachbarten „Thermischen Verfahrenstechnik" angegliedert. Dieses zweite Hauptfach wird also von Anfang an bis heute von diesem Lehrbereich mitbetreut.

Am 1. Juni 1969 nahm der neuberufene Lehrstuhlinhaber seine Tätigkeit ohne jeden Mitarbeiter zwar in möblierten, sonst jedoch völlig leeren Räumen des Aufbau- und Verfügungszentrums AVZ auf. Bald war ein Telefon betriebsbereit und die Beschaffung von Personal, Geräten und Literatur wurde in Angriff genommen.

Die Abbildung zeigt eine Versuchsanlage zur Bestimmung der Verweilzeit und Rückvermischung der Gasphase in einer Blasensäule. Die Größe der Anlage lässt sich gut durch die Person unten und die Erstreckung über mehr als zwei Stockwerke á 4,5m erahnen. Die Bestimmung der Verweilzeitverteilung erfolgt durch Partialdruckanalyse eines mit Helium markierten Luftstroms in einem Quadrupol-Massenspektrometer. Bei dieser instationären Meßmethode wird Helium als Markierungssubstanz über mit einem Zeitschalter gesteuerte Magnetventile in Form eines Stoßsignals kurz unterhalb der Begasungseinrichtung in den Luftstrom eingespeist. Die Antwortfunktion wird direkt oberhalb des Flüssigkeitsspiegels gemessen. Die Konzentrations-Zeit-Kurve wird mit Hilfe einer Digitalisiereinrichtung normiert und über eine Stanze auf einem Lochstreifen ausgegeben.