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Unglücklicher 4. Platz für BCI-Team beim ChemCar-Wettbewerb

Vom Pech verfolgt war das diesjährige Team der Fakultät BCI beim ChemCar-Wettbewerb im Rahmen der ProcessNet-Jahrestagung und der 28. DECHEMA-Jahrestagung der Biotechnologen in Aachen. Christoph Fleischer, Ludwig Schenk und Thorsten Seipp hatten für das BCI-Wheel ein innovatives Design und eine ganz neue Antriebsart konzipiert, konnten aber nach einer Serie technischer Probleme den Vorjahrestitel gegen TU Clausthal leider nicht verteidigen.

bci-wheel_Meldung

Das BCIWheel 2010 ist ein Rad, welches mittels Schwerpunktverlagerung fortbewegt wird. Darin befindet sich ein Laufbrett, auf dem ein Elektromotor angeordnet ist, der über ein Fahrradritzel eine in das Rad eingeklebte Fahrradkette antreibt. Die elektrische Energie, die für den Betrieb des Elektromotors benötigt wird, wird durch eine Reihenschaltung von galvanischen Zellen bereitgestellt, wobei als Reaktionspartner Aluminium und eine Eisen-III-Chlorid Lösung verwendet werden. Trotz der Niederlage sind die Konstrukteure überzeugt, dass im nächsten Jahr aufbauend auf ihr Design mit einigen Veränderungen der Titel wieder geholt werden kann.

 
Ziel des ChemCar-Wettbewerbs ist es, ein Modellauto zu konstruieren, welches mit Hilfe einer chemischen Reaktion angetrieben wird. Im Gegensatz zu den meisten Rennen ist es beim ChemCar-Wettbewerb das Ziel, eine unmittelbar vor dem Rennen festgelegte Strecke möglichst zielgenau zu erreichen. Dabei muss ein ebenfalls direkt vor dem Rennen festgelegter Prozentsatz des Fahrzeuggewichtes im Rennen als Zusatzgewicht transportiert werden. Die diesjährige ausgeloste Strecke für den Wettbewerb betrug 16,5 m und das geforderte Zusatzgewicht betrug 30 % des Autogewichtes.

Neben dem BCI-Wheel Team aus Dortmund nahmen sechs weitere Teams von der RWTH Aachen, der TU Berlin, der TU Clausthal, der TU Dresden (2x) und der FH Köln am Wettbewerb teil. Beim Chemcar-Wettbewerb am 22.09.10 liefen die Vorbereitungen für den ersten Lauf des BCI-Wheels ohne Probleme. Nachdem die Konkurrenz bereits vorgelegt hatte, wurde der erste Lauf des Rennens mit Spannung erwartet. Aufgrund technischer Probleme konnte die anvisierte Weite jedoch lediglich mit einer Genauigkeit von 3 m erreicht werden. In der Pause zwischen den zwei Läufen traten weitere technische Probleme auf, die dazu führten, dass der distanzbestimmende Mechanismus im 2. Lauf versagte und das BCI-Wheel erst bei Erreichen der Streckenbegrenzung zum Stehen kam. Für das eigentliche Rennen bedeutete dies den sechsten Platz für das Team „BCI-Wheel“. In den Nebendisziplinen, in denen neben dem innovativen Charakter des Fahrzeugs und dessen Design auch eine Posterpräsentation bewertet werden, konnte das Team des BCI dagegen brillieren, sodass es am Ende des gesamten Wettbewerbs einen 4. Platz erreichen konnte.

Das Siegerteam des diesjährigen ChemCar-Wettbewerbs kommt von der TU Clausthal-Zellerfeld und konnte die vorgesehene Distanz mit einem Audi A8-Modellauto, welches mit einer Zink-Luft Batterie angetrieben wurde, bis auf 10 cm genau erreichen. Insgesamt zeichnete sich das Teilnehmerfeld beim diesjährigen ChemCar-Wettbewerb durch seine Homogenität und die hohe Qualität der Wettbewerbsbeiträge aus.

Trotz des nicht ganz optimalen Verlaufs des Wettbewerbs hatten die Teilnehmer viel Spaß bei der Konstruktion des diesjährigen Chemcars und sehen zusammen mit den Vertretern der Fakultät einer kreativen Teilnahme am nächsten Wettbewerb entgegen. Dieser wird entgegen der bisherigen Tradition europaweit ausgetragen und lässt somit einen noch spannenderen Rennverlauf erwarten.