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ChemCar 2013 - Bruchsal calling

Der nächste ChemCar-Wettbewerb steht für 2013 an. Was ist ChemCar und was gibt es für Neuigkeiten? Wir haben mit Christoph Schwienheer gesprochen, der das Team betreut.

chemcar_Meldung

Christoph, du betreust jetzt schon seit 3 Jahren das ChemCar-Projekt. Worum geht es dabei?
ChemCar ist ein Wettbewerb, der durch die Ingenieurverbände VDI (Verein Deutscher Ingenieure), DECHEMA (Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.) getragen wird. Kurz gesagt geht es darum, ein Auto zu bauen, das allein durch eine (bio-) chemische Reaktion angetrieben wird. Dabei ist es nicht das Ziel, wie bei der Formel 1 möglichst schnell zu fahren, sondern möglichst zentimetergenau eine erst am Wettbewerbstag festgelegte Strecke zurückzulegen. Als zusätzliche Schwierigkeit muss das Auto auch noch eine Last tragen und hat diverse Spezifikationen zu erfüllen.

Das hört sich kompliziert an.
Ja, ist es auch. Aber es macht Spaß, an dieser Aufgabe zu knobeln. Dafür sind wir Ingenieure doch zuständig. In den letzten Jahren waren wir als TU-Dortmund-Team auch ziemlich erfolgreich. 2011 konnten wir den ersten Platz erringen, 2012 Platz drei, 2010 belegten wir Platz 4.

Und auch 2009 war die BCI auf Platz eins, da warst du bei den Konstrukteuren dabei!
Das stimmt. Wir als BCI haben übrigens auch eine weitere Anforderung des Wettbewerbs immer sehr ernst genommen und uns jedes Jahr ein völlig neues ChemCar-Konzept ausgedacht. 2012 z. B. fuhr unser Auto mit Wasserstoffperoxid, im Jahr davor lief es mit CO2 über eine selbstgebaute Turbine.

Wie kann ich mir die Arbeit im Projekt vorstellen?
Wir arbeiten in einer Gruppe von 2-5 Leuten, immer etwa von Februar bis September. Betreut wird das Team dabei von den Lehrstühlen APT und TCB. Gemeinsam erarbeiten wir eine Idee, die technische Umsetzung erfolgt über die BCI-Werkstätten. Das hat sich über die Jahre bewährt, unsere Erfolge verdanken wir auch den tollen Technikern der Fakultät.

Was hat dich motiviert, damals selbst mitzumachen und jetzt noch als Betreuer dabei zu sein? Es ist ja sicher auch eine anstrengende Sache?
Natürlich steckt man Zeit und Energie in diese Arbeit, aber es lohnt sich. Zum einen lernt man natürlich fachlich sehr viel dabei. Es ist aber auch eine sehr intensive Erfahrung von Teamwork – mit all ihren Höhen und Tiefen. Es macht Spaß, sich mit den anderen Teams zu messen. Und was ich noch ganz wichtig finde, sind die Kontakte, die man knüpfen kann. Ein paar unserer Ehemaligen haben während des ChemCar-Projektes ihre späteren Arbeitgeber für ein Praktikum gefunden. Schließlich sind wir mit dem Wettbewerb Gast bei großen Tagungen der Ingenieurverbände. Für die Leute dort ist der Wettbewerb eine beliebte und anerkannte Veranstaltung und natürlich kommt man dann ins Gespräch miteinander.

Alles in allem also mehr Nutzen als Investition?
Das würde ich so sehen. Seit diesem Jahr gibt es übrigens auch noch eine Neuerung: Man kann sich die Teilnahme am ChemCar-Projekt auch als Gruppenarbeit anrechnen lassen. Wenn man die Gruppenarbeit trotzdem machen möchte, oder schon gemacht hat, kann man sich das ChemCar-Projekt alternativ auch mit 10 Leistungsspunkten als Vertiefung anrechnen lassen – im Bachelor oder im Master. ChemCar ist jetzt Teil der Bestenförderung der BCI, daher haben wir auch ein Bewerbungsverfahren vorgeschaltet. Das sollte aber niemanden abschrecken, es geht im Grunde hauptsächlich um ein Gespräch vorab. Alle Beteiligten sollen wissen, was auf sie zukommt. Bewerben kann man sich noch bis zum 15. Februar bei Prof. Schembecker. Poster mit noch mehr Infos hängen überall an der Fakultät, wir sind gespannt.

Dann wünsche ich euch auch dieses Jahr viel Erfolg in Bruchsal und danke dir für das Gespräch. (Das Gespräch führte KLS)