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Berufliche Mög­lich­keiten

Was kön­nen Sie nach dem Stu­di­um des Bio- oder Chemieingenieurwesens ma­chen?

Sie haben vielfältige Mög­lich­keiten in vie­len Industriezweigen, z. B. in der Chemie-, Pharma-, Kosmetik-, Lebensmittel-, Bio- oder Chemieindustrie und auch die Einsatzfelder sind ganz un­ter­schied­lich: Neue Ver­fah­ren ent­wi­ckeln oder be­ste­hen­de ver­bes­sern, Apparate, Anlagenteile oder ganze Anlagen für die Bio- und Chemietechnik ent­wi­ckeln, be­trei­ben oder beaufsichtigen.

Bio- und Chemieingenieurinnen und -ingenieure sind gefragte Leute. Lesen Sie hier, was aus unseren Absolventinnen und Ab­sol­ven­ten geworden ist, mit ei­nem Klick unten kom­men Sie zu ei­nem ausführlichen Porträt.

Ein Mann mit weissem Schutzhelm bedient eine Anlage am Monitor
Christoph Fleischer
In der Chemiefabrik der Zukunft
„Nur am Schreibtisch sitzen? Dafür bin ich ja nicht Ingenieur geworden. Ich habe viel Ge­le­gen­heit, an unseren Anlagen zu ler­nen, was che­mi­sche Pro­duk­tion eigentlich ist.“
Frau in einem weissen Kittel im Labor an einer Anlage
Michaela Singler
Mit Frittenfett Autofahren und Zimmer beleuchten
„Mathe, Bio und Chemie habe ich in der Schule gern ge­macht und ich war schon immer technikbegeistert. Bioingenieurwesen zu stu­die­ren lag da nicht fern. Ich wollte auch mithelfen, unsere Umwelt zu bewahren. Es ist toll, dass ich das jetzt in meiner täglichen Ar­beit kann.“

Chemieanlagen sind heutzutage meist riesig. Kilometerweit reihen sich Kolonnen, Rohrleitungen und Reaktoren, Schornsteine ragen in den Himmel. Solche Anlagen sind für große Produktmengen ausgelegt, denn nur so rechnet sich der hohe Zeit- und Investitionsaufwand beim Anlagenbau. „In der Spezialchemie oder in der phar­ma­zeu­ti­schen Industrie brauchen wir für die Zukunft auch kleine, hochflexible Produktionsstätten und bauen sie deshalb modular in Containern. Modulare Anlagen kön­nen keine riesigen Mengen bewältigen, aber es geht oft auch da­rum, kleine Mengen wirtschaftlich und qualitativ zuverlässig herzustellen. Die einzelnen Module unserer Anlagen, wie die Beschickungsbehälter, die wir Rohstoffvorlagen nennen, die Kolonnen oder die Reaktoren, bestehen aus immer den gleichen ,Bausätzen‘. Darin liegt der Vorteil unserer Idee. Wir reden über wirk­lich kleine Module, unsere Testanlage im 20-Fuß-Container könnten wir in ei­nem Fußballtor unterbringen“. 

Vom Stu­di­um in die For­schung

Seine Diplomarbeit schrieb Christoph über den Aufbau von modularen Produktionsanlagen. Jetzt arbeitet er als wis­sen­schaft­licher Mit­ar­bei­ter in ei­nem großen EU-For­schungs­pro­jekt an Sicherheitsanalysen und Zuverlässigkeitsbetrachtungen für modulare Produktionsanlagen. Christoph ist täglich im Technikum, wo die neuen Anlagen getestet wer­den. Seine Er­fah­run­gen bei den Testläufen gibt er im Team weiter, in dem Experten/-innen aus ganz Europa zu­sam­men­ar­bei­ten. Neben der Forschungs­arbeit, die in eine Pro­mo­ti­on münden soll, pflegt Christoph weiterhin enge Beziehungen zur TU Dort­mund. So betreut er zum Bei­spiel Ab­schluss­ar­bei­ten von Stu­die­ren­den.

Ingenieure sitzen nicht nur am Schreibtisch

„Nur am Schreibtisch sitzen? Dafür bin ich ja nicht Ingenieur geworden. Ich habe viel Ge­le­gen­heit, an unseren Anlagen zu ler­nen, was che­mi­sche Pro­duk­tion eigentlich ist. Das wird mir nach meiner Pro­mo­ti­on zugute kom­men. Es ist toll, dass ich praktische und theoretische Ar­beit in meinem Projekt verbinden kann. Was ich Stu­die­ren­den rate? Durchbeißen, es lohnt sich! Und auch mal über den Tellerrand schauen. Ich habe wäh­rend meines Stu­di­ums ein halbes Jahr in Shanghai gearbeitet. Das Stu­di­um hat zwar dadurch ein bisschen länger gedauert, aber das ist nicht schlimm. Die Er­fah­run­gen dort waren einmalig.“

 

Schon wäh­rend ihres Stu­di­ums in Dort­mund traf auf viele Frauen, die das Bioingenieurwesen zu ihrem Beruf ma­chen, auch wenn sonst in anderen Ingenieurfächern Frauen meist in der Unterzahl sind. „Mathe, Bio und Chemie habe ich in der Schule gern ge­macht und ich war schon immer technikbegeistert. Bioingenieurwesen zu stu­die­ren lag da nicht fern. Ich wollte auch mithelfen, unsere Umwelt zu bewahren. Es ist toll, dass ich das jetzt in meiner täglichen Ar­beit kann.“

Raus in die Praxis

Während die meisten Mit­stu­die­ren­den nach dem siebensemestrigen Bachelor auch noch den Master machten, zog es Michaela schon weg von der Unibibliothek hinaus ins wahre Leben. Heute arbeitet sie in ei­nem Un­ter­neh­men, das or­ga­nische Produkte und Abfallstoffe verwertet. „Natürlich habe ich zum Studienbeginn nicht gedacht, dass ich im weitesten Sinne mal in der Abfallbranche arbeite. Aber es ist so spannend! Ich konnte es am An­fang selbst kaum glauben, wie viele Wertstoffe im Abfall stecken. Wir kön­nen es uns nicht mehr leisten, diese zu verschwenden. Meine Ar­beit als Ingenieurin besteht z. B. darin neue Ver­fah­ren zu finden, die Wertstoffe zu isolieren und sie möglichst effektiv zu verwerten.“ Aus Frittenfett Biogas zu ma­chen, oder or­ga­nische Abfälle zu verbrennen und damit Strom zu ge­win­nen, ist heutzutage nichts Neues mehr. Aber die be­ste­henden Ver­fah­ren kön­nen immer ver­bessert wer­den. Mög­lich­keiten dafür zu finden und ins Un­ter­neh­men zu bringen ist eine der Aufgaben von Michaela.

Ideen ent­ste­hen nicht am "grünen Tisch"

Frisch von der Uni ge­kom­men, kennt sie die aktuelle Tech­nik und Wis­sen­schaft, aber sie ent­wickelt ih­re Ideen nicht am ‚grünen Tisch‘, sondern zum großen Teil vor Ort. „Meine Ar­beit mache ich nicht nur am PC oder in Meetings, sondern ich spreche auch mit den Leuten aus der Pro­duk­tion. Ingenieurarbeit ist nicht nur Kopfarbeit, das gefiel mir schon an der Uni.“ Geht es in Michaelas Ar­beit zum einen da­rum, Ver­fah­ren zu optimieren, z. B. die Produktausbeute in ei­nem be­stimm­ten Prozess zu erhöhen, prüft sie zum anderen aber auch ganz neue Ver­fah­ren. Ein bestimmter Prozess zur Gewinnung neuer höherwertiger Produkte, der bislang noch nie realisiert wurde, oder verbesserte tech­ni­sche Mög­lich­keiten zur Steigerung des Wertes aktueller Produkte zu er­ar­bei­ten, damit be­schäf­tigt sie sich. „Was mir an meiner Ar­beit gut gefällt? Dass ich in ei­nem eher kleineren Un­ter­neh­men nicht als hochspezialisierte Expertin für ein begrenztes Fach­ge­biet zuständig bin, sondern ganz unterschiedliche Aufgaben betreue, von der Idee bis zur Um­set­zung. Ich komme viel rum, ich mache eine sinnvolle Tätigkeit und außerdem das, was ich am besten kann. Bioingenieurin ist ein Traumberuf.“

Unter Volldampf steht Ala Bouaswaig, wenn es um seine Ar­beit geht. Sein aktuelles Projekt zielt aber gerade darauf, dass in der Pro­duk­tion möglichst wenig Dampf anfällt. Ala kam aus sei­nem Heimatland Libyen nach Dort­mund, um Chemie­ingenieur­wesen zu stu­die­ren. Inzwischen hat er seinen Doktor ge­macht und arbeitet nun in ei­nem großen Chemieunternehmen an so­ge­nann­ten „intelligenten Prozessführungskonzepten“. Produktionsprozesse sollen so klug und effizient wie mög­lich gestaltet sein. Alas Ideen erhöhen die Produktionsmenge, sie reduzieren Abfälle und helfen Energie und Roh­stoffe zu sparen.

Konkreter Beitrag zum Umweltschutz

Alas derzeitiges Projekt wird den Dampfverbrauch in der Polymerproduktion reduzieren. Polymere stecken in den meisten Chemieprodukten,in Kosmetik oder in Autoreifen, in Dämmstoffen oder Ver­pa­ckungs­ma­te­ria­lien.„Meine Ar­beit leistet einen konkreten Beitrag zum Umweltschutz, das gefällt mir. Super ist auch, dass ich nicht immer dieselbe Aufgabe habe, sondern schon für mehrere Bereiche im Un­ter­neh­men tätig war. Die Laufzeit meiner Projekte beträgt zwischen sechs und zwölf Monaten, in denen ich intensiv an dem Auftrag arbeite. Zuerst am Computer, denn ich kann meine Ideen nicht direkt in der Pro­duk­tion aus­pro­bie­ren, das würde in einer großen Chemieanlage nicht gehen. Deshalb greife ich auf Computermodelle und Si­mu­la­ti­onen zu­rück und prüfe meine Ideen erst einmal virtuell. Erst wenn am Rechner alles klappt, geht es an die reale Um­set­zung.“

Zu­sam­men­arbeit ist wich­tig

„Guter Kontakt mit den Leuten vor Ort ist für den Erfolg eines Projektes ausschlaggebend. Ingenieure/-innen müs­sen mit anderen Fachleuten kommunizieren kön­nen. Kreative Ideen und ausgezeichnete Mathematikkenntnisse allein reichen nicht. Ich erinnere mich gern an meine Zeit in Dort­mund und na­tür­lich bin ich immer noch BVB-Fan.“

Frederik Fritzsch hat an sei­nem Arbeitsplatz eine perfekte Mischung von Tech­nik und Na­tur­wis­sen­schaft gefunden, genau die beiden Bereiche, die seinerzeit auch seinen Studienwunsch als Bioingenieur begründeten. Frederik arbeitet in ei­nem Un­ter­neh­men, das seit über 20 Jah­ren Produkte und Services für die Pharma- und Medizinforschung ent­wickelt. Gemeinsam mit weltweit über 1.300 Fachleuten ent­wickelt er Geräte für die Grund­la­gen­for­schung in der Immunologie, Stammzellenforschung, Neurowissenschaft und Krebs­for­schung.

Frederik muss es genau wissen

„Wir sind Spezialisten auf dem Gebiet der mag­ne­tischen Zellseparation. In der medizinischen For­schung ist es oft wich­tig, sehr genau zu wissen, wie einzelne Zellen, z. B. im Blut zirkulierende Krebszellen oder Stammzellen funktionieren. Zellen treten jedoch immer in Verbänden auf, aus denen sie deshalb separiert wer­den müs­sen. Früher war dazu langwierige Laborarbeit nötig. Mit der fortschreitenden Ent­wick­lung der Mikrotechnologien kön­nen wir heute Separationsprozesse zur Einzelzellsortierung auf kleinstem Raum au­to­ma­tisch erledigen. Dazu haben wir spezielle Einwegartikel ent­wickelt, die die Prozesse kostengünstiger, schneller und sicherer ma­chen.“ Frederiks Arbeitgeber hat das Know-howum viele ver­schie­de­ne Zelltypen isolieren zu kön­nen„Das Isolieren geschieht mit Reagenzien, die sich immer nur an einen ganz be­stimm­ten Zelltyp binden. Die Separation funk­ti­o­niert magnetisch und/oder mit­hil­fe spezieller Farbstoffe. Unsere Geräte separieren viele Mil­lio­nen Zellen auf einen Streich; die neuen Mikroventilentwicklungen sortieren über 10.000 Zellen pro Sekunde einzeln.“

Die ganze fachliche Breite kennen

Als Entwicklungsingenieur bringt Frederik Kennt­nisse aus vie­len Fachbereichen zu­sam­men- und genau das macht ihm Spaß. Thermodynamik, Strömungsmechanik, Materialwissenschaft, Softwaretechnik, Biologie - all das spielt fachlich eine Rolle. Aber er könntein seiner Ar­beit nicht er­folg­reich sein, wäre er nicht auch ein Vollblut-Teamplayer und fit in Arbeits­orga­ni­sa­tion und Projektmanagement. „Immer den Überblick behalten, ist garnicht so einfach, denn ich habe meist viele Bälle in der Luft, die Aufgaben sind komplex und die aktive Kommunikationsarbeit ist extrem wich­tig. Zu unseren Teams gehören Natur-und Ingenieurwissenschaftler/-innen,Spezialisten/-innen aus der Softwaretechnik und Elektronik, aber auch Produkt- oder Marketingfachleute und andere Fachgebiete. Mit meiner Ar­beit trage ich dazu bei, dass wir alle am gleichen Strang ziehen, damit am Ende das gewünschte Produkt ent­steht."

Wissen, was die Kunden/-innen wol­len

„Natürlich muss sich ein Produkt vermarkten lassen, d.h. unsere Kunden/-innen müs­sen einen Nut­zen er­ken­nen, wenn sie es kaufen. Dazu muss ich wissen, wie ih­re tägliche Ar­beit aussieht, was sie bewegt und welchen wesentlichen He­raus­for­de­run­gen sie sich gegenübersehen. Wenn ein neues Gerät diese Wünsche umsetzt, dann erleichtern, ver­ein­fa­chen und beschleunigen wir die Ar­beit unserer Kunden/-innen. Ich bin stolz darauf, mit meiner Ar­beit einen Beitrag für eine bessere Ge­sund­heit der Men­schen zu leisten.“

Bei der Herstellung von chemischen Produkten wird viel Strom verbraucht. Den Ener­gie­ver­brauch zu senken und na­tür­lich auch mit allen anderen Ressourcen verantwortungsvoll umzugehen ist da­her weltweit ein wichtiges The­ma. Hier einzusparen bringt gleich mehrfachen Nut­zen: Es nutzt dem Un­ter­neh­men, weil es Kos­ten senkt, damit den Arbeitnehmern, weil ih­re Arbeitsplätze sicher bleiben und es nutzt der Umwelt. Prozesse so zu optimieren, dass Ressourcen und Energie effizienter genutzt wer­den, ist eine wich­ti­ge Aufgabe vieler Ingenieurinnen und Ingenieure, auch die von Jan Caßens.

Effiziente Ver­fah­ren ver­bes­sern den Umweltschutz

Jan hat in Dort­mund Bioingenieurwesen studiert und sorgt bei ei­nem der größten deut­schen Chemieunternehmen unter an­de­rem dafür, dass bei der Herstellung von chemischen Produkten die Energie effizient eingesetzt wird. Sein Un­ter­neh­men produziert zum Bei­spiel Produkte für die Erzeugung und Speicherung von regenerativen Energien, aber auch für die Pharma- und Lebensmittelindustrie. Mit den neuen Verfahrensansätzen, die Jan er­ar­bei­tet, wird auch zu­künf­tig viel Energie eingespart. Meine Idee ist es, Energie, die in ei­nem Teil eines Prozesses anfällt, für andere Teile des Prozesses zu nut­zen. Wir Ingenieure sagen dazu ‚Energieintegration‘. Durch Energieintegration lässt sich der gesamte Ener­gie­be­darf für den Prozess verringern.“

Ingenieur sein heißt im Team ar­bei­ten

Jan knobelt gern an tech­nisch­en Lö­sun­gen. „Aber das Knobeln ist nur eine Seite meiner Ar­beit. Ich werde auch dabei sein, wenn das neue Kon­zept von der Planung in die Realität umgesetzt wird. Erst in der Praxis zeigt sich letztlich, dass meine Idee wirk­lich zu hundert Pro­zent funk­ti­o­niert. Die Zu­sam­men­arbeit mit den Kolleginnen und Kollegen im Team ist eine spannende Sache. Dort bekomme ich An­re­gung­en und Rück­mel­dung­en zu meinen Kon­zep­ten. Mit der Energie, die wir sparen wer­den, leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und tragen dazu bei, die natürlichen Ressourcen zu schonen.“

Doris Lawrenz hat schon in den achtziger Jah­ren in Dort­mund Chemie­ingenieur­wesen, damals noch Chemietechnik, studiert. Ihr Berufsweg führte sie über ein großes Chemieanlagenbau-Unternehmenin ein kleines Ingenieurbüro, in dem sie jetzt Beruf und Familie gut unter einen Hut bringen kann, denn sie hat eine Tochter, die sie allein erzieht.

Projekte von Deutsch­land bis zu den Galapagos-Inseln

Aus dem Bürofenster schaut Doris in den Teutoburger Wald, beruflich reichen ih­re Kontakte aber in die ganze Welt – nach Spanien, Polen, Ekuador und die USA. So verschieden die Orte, so verschieden sind ih­re Projekte und so vielfältig sind die Aufgaben, die sie als Ingenieurin in der Lebensmitteltechnik lösen muss: Ein spanischer Hersteller will die Pro­duk­tion der Fruchtgelees für seine Eiscreme automatisieren– Doris entwirft die Anlage. Ein Speiseölhersteller in Deutsch­land will seine Pro­duk­tion erweitern, hat aber auf sei­nem Gelände keinen Platz für neue Ma­schi­nen – Doris findet die Lö­sung, indem sie eine neue Anlage innerhalb einer vorhandenen aufstellt.

Entwicklungshilfe für Ekuador

Für die Galapagos-Inseln arbeitete Doris an einer Anlage mit, die Jatropha-Öl zur Energiegewinnung nutzt. Jatropha-Öl zu verwenden hat zwei Vorteile, die für die Nach­hal­tig­keit wich­tig sind: Es wird nicht aus Monokulturen ge­won­nen und es ist leicht toxisch und da­her nicht essbar, sodass kein Problem bezüglich der Nahrungsmittelpreise ent­steht. Die Bauern von Manabi ernten die Samen aus den reichlich vorhandenen Hecken an ihren Feldrändern und ge­win­nen so ein kleines Zubrot zu ihrem schmalen Ein­kom­men. Die gesammelten Samen wer­den zu Öl gepresst, das dann in den Stromgeneratoren ver­wen­det wird. Große Energiemengen kann man so na­tür­lich nicht ge­win­nen, aber als Backuplösung sind die Jatropha Öl-Generatoren wich­tig, damit auch an Tagen ohne Sonne und Wind die Lichter auf Galapagos nicht ausgehen.

Langeweile gibt es nicht

„In ei­nem kleinen Ingenieurbüro zu ar­bei­ten ist sehr reizvoll, denn wir konzentrieren uns auf sehr spezielle Anlagen und Kundenwünsche. Unsere Lebensmittelanlagen sind kleiner als die großer Anlagenbaufirmen, und sie ent­ste­hen auch nicht 0815 ‚am Fließband‘. Jeder Kunde hat seine speziellen An­for­de­run­gen und Probleme, Lö­sun­gen ent­ste­hen im ge­mein­samen Aus­tausch und sind immer ganz in­di­vi­du­ell. So wird mir auch in den nächsten zwanzig Jah­ren nicht langweilig wer­den. Was ich da­rü­ber hinaus genieße, ist die Ar­beit in einer familiären Atmosphäre. Meinen Geschäfts­führer sehe ich jeden Tag, es sei denn, ich bin unterwegs.“

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Anfahrt & Lageplan

Der Cam­pus der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Cam­pus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Cam­pus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.

Direkt auf dem Cam­pus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duis­burg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, au­ßer­dem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Cam­pus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Cam­pus Nord und Cam­pus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zu­rück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.