Best Poster Award für Julio Vieyto Nunez auf der PSA Conference 2026
Die internationale Konferenz bringt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt zusammen, um aktuelle Entwicklungen rund um die Selbstassemblierung von Peptiden zu diskutieren. Die Themen reichen vom de novo-Design und der Synthese von Peptiden bis hin zu Nichtgleichgewichtsassemblierungen und umfassen sowohl Grundlagenforschung als auch anwendungsorientierte Forschung, Materialwissenschaften, Katalyse und nachhaltige Chemie.
In seinem ausgezeichneten Poster beschäftigt sich Julio Vieyto Nunez mit der Frage, wie der G-Protein-gekoppelte Rezeptor 15 Ligand (GPR15LG) an den Rezeptor CXCR4 bindet. CXCR4 spielt unter anderem eine wichtige Rolle bei Immunreaktionen, Entzündungsprozessen und Krebserkrankungen und stellt daher ein relevantes Ziel für die Wirkstoffforschung dar.
Auf Grundlage dieser Untersuchungen wurde mithilfe computergestützter Methoden ein neuartiges Peptid mit antagonistischem Effekt auf CXCR4 entwickelt und charakterisiert. Der am Computer entworfene Wirkstoffkandidat konnte anschließend experimentell validiert werden.
Die Arbeiten entstanden im Rahmen einer langfristigen Kooperation zwischen der Arbeitsgruppe Computational Bioengineering der BCI sowie Dr. Mirja Harms und Prof. Jan Münch von der Universität Ulm.
Ein Teil der Forschungsergebnisse wurde bereits im Fachjournal Cell Communication and Signaling veröffentlicht. Die Publikation trägt den Titel „GPR15LG binds CXCR4 and synergistically modulates CXCL12-induced cell signaling and migration“ (DOI: 10.1186/s12964-025-02231-x).
Auch der entwickelte Peptid-Wirkstoffkandidat wurde bereits beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) registriert. Das Patent trägt den Titel „Peptide mit antagonistischer Aktivität gegen CXC-Chemokin-Rezeptor 4 (CXCR4)“ und wurde 2024 unter der Nummer DE102024139033 angemeldet.
Die Auszeichnung auf der PSA Conference 2026 würdigt damit eine Forschungsarbeit, die computergestütztes Wirkstoffdesign mit experimenteller Forschung verbindet und neue Ansätze für die Entwicklung peptidbasierter Wirkstoffe eröffnet.
Weitere Informationen zur PSA Conference 2026:
www.psacon2026.com




