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Countdown 15: Anfänge der Abteilung Chemietechnik – ein Erfahrungsbericht

Am 1. Juni 1969 nahm der neuberufene Lehrstuhlinhaber Prof. Paul-Michael Weinspach im Aufbau- und Verfügungszentrum AVZ seine Arbeit auf. Noch im selben Monat erfolgten die offizielle Eröffnung des Universitätsbetriebs und die Wahlen zu den Selbstverwaltungsgremien.

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Diese brachten wegen der geringen Anzahl der bis dahin berufenen Professoren eine kaum zu bewältigende Ämterhäufung:

  • Mitgliedschaft im Konvent der Universität,
  • Mitgliedschaft im Senat der Universität,
  • Mitgliedschaft im Strukturausschuss der Universität,
  • Vorsitz im Senatsausschuss für Studium, Lehre und Nachwuchsfragen,
  • Mitgliedschaft oder Vorsitz in mehreren Berufungskommissionen, auch fachlich benachbarter Studiengänge,
  • Mitgliedschaft in zahlreichen ad hoc-Kommissionen des Senats, z. B. in der Kommission, die den Bebauungsplan der auf freiem Feld neu zu errichtenden Universität vorzubereiten hatte,
  • Mitgliedschaft in der Abteilungsversammlung Chemietechnik,
  • Amt des Prodekans,
  • Vorsitz der Studienplankommission der Abteilung,
  • Vorsitz der Prüfungsordnungskommission der Abteilung,
  • Vorsitz im Diplomprüfungsausschuss,
  • Vorsitz der Abteilungskommission für Bau- und Raumfragen

und damit das außerordentlich arbeitsintensive Amt des Baukoordinators für den Neubau des Abteilungs-Gebäudekomplexes „Chemietechnik". Damit war er der Interessensvertreter der späteren Nutzer gegenüber Ministerium, Senat und Staatshochbauamt.

Dies alles war natürlich nur mit Hilfe tüchtiger Mitarbeiter zu schaffen, die ab August 1969 nach und nach den Dienst angetreten hatten. Sie waren es auch, die mit hohem persönlichen Einsatz die vielen „Nebenaufgaben" bewältigten. Dazu gehörten das Einrichten der gemeinsamen Werkstätten, das Erstellen von Listen der einschlägigen Bücher und Zeitschriften für die Haupt-, die Bereichs- und Lehrstuhlhandbibliothek, die Auflistung der Erstausstattungsgegenstände und die einschließlich Einholung der dafür benötigten Angebote, der Kampf um die Durchsetzung dieser Erstausstattungsforderungen zunächst gegenüber dem Gutachter (Systec) und dann beim Minister sowie schließlich die Beschaffung der Einrichtung selbst.

Diese Aufzählung ist längst nicht vollständig. Die Fülle der Aufgaben, die einen Wissenschaftler erwarten, der auf grüner Wiese eine konkurrenzfähige Lehr- und Forschungsstätte schaffen will, ist kaum zu beziffern. Es kann sich wahrscheinlich nur derjenige ein Bild davon machen, der selbst eine solche Situation erlebt und durchlitten hat, ganz zu schweigen von den Schwierigkeiten, die dadurch entstanden, dass anderenorts während dieser Aufbauzeit weitergeforscht wurde und fleißig Sonderforschungsbereiche kreiert wurden.

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