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Countdown 28: Leibniz-Preis für Prof. Dr. Gabriele Sadowski

In Deutschland heißt er auch „der kleine Nobelpreis“. Er wird vergeben an Forscherinnen und Forscher, die Außergewöhnliches auf ihrem Forschungsgebiet erreicht haben und denen mit einer großzügigen finanziellen Unterstützung ermöglicht wird, den Dingen weiter auf den Grund zu gehen.

Es ist für unsere Fakultät eine große Ehre und Freude, dass Frau Prof. Gabriele Sadowski 2011 diese hohe Auszeichnung bekam. Ein Blick auf das den Countdown 35 zeigt uns, welch außergewöhnlich gute Forscherin sie ist und mit welchen Themen sie sich aktuell beschäftigt. Wir möchten hier einen kleinen Rückblick wagen und haben sie deshalb um ein Interview gebeten.

Leibniz-Preis_2011_web

Frau Sadowski: Können Sie einem Nicht-Wissenschaftler erklären, worin die Bedeutung des Leibniz-Preis liegt?

Der Leibniz-Preis ist einerseits eine sehr schöne Anerkennung. Zum anderen ermöglicht er aber vor allem Forschung, die ohne ihn nur schwer umzusetzen wäre. Als Wissenschaftler verbringen wir fast genauso viel Zeit damit, Forschungsanträge zu stellen, wie mit unserer eigentlichen Arbeit. Mit dem Leibniz-Preis werden Mittel im Umfang von etwa zehn Forschungsprojekten zur Verfügung gestellt, die man dann ohne Antrag und auch für risikoreiche Projekte einsetzen kann.

Wie ist der Stellenwert des Leibniz-Preises im internationalen Umfeld?

Der Leibniz-Preis ist mit 2,5 Mio. Euro der finanziell größte Preis, der weltweit an einzelne Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben wird. Er genießt deshalb international ein sehr hohes Ansehen.

Was ging in Ihnen vor, als Sie 2011 erfuhren, dass Sie Preisträgerin sind?

Ich konnte es zunächst gar nicht glauben und es war gut, dass die DFG mich zusätzlich angerufen hat, um die Mail zu bestätigen. Als ich es dann realisiert hatte, war die Freude natürlich groß und ich war sehr stolz.

Frau Sadowski: Was hat der Leibniz-Preis für Ihre Forschung möglich gemacht?

Mit dem Preisgeld haben wir in den zurückliegenden Jahren ein völlig neues Arbeitsgebiet an der Schnittstelle zwischen Thermodynamik und Pharmazie aufgebaut und untersuchen, wie man die Wasserlöslichkeit und damit die Wirksamkeit von Medikamenten verbessen kann.

Vielen Dank für das Gespräch