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Countdown 41: Gründung und Entwicklung der Fakultät BCI

Der Fachbereich Chemietechnik wurde nach den Abteilungen Mathematik, Physik, Chemie und Raumplanung nur ein Jahr nach der Gründung der damaligen Universität Dortmund eingerichtet und gehört somit zu den ältesten Fakultäten der TU Dortmund. Die konstituierende Sitzung fand am 12.06.1969 unter der Beteiligung des damaligen Rektors Prof. Schmeißer sowie der professoralen Gründungsmitglieder Prof. Simmrock und Prof. Weinspach statt.


Der Fachbereich wurde als interdisziplinär konzeptionierte Abteilung ins Leben gerufen, die alle dem Chemieingenieurwesen zugehörigen Wissensgebiete zusammenfasst. Angesiedelt war der Fachbereich zunächst am Campus Süd, da nur hier die Universität über entsprechende Räumlichkeiten verfügte. Die Anfangszeit war geprägt von typischen Gründeraufgaben: angefangen mit der Beschaffung der Büroeinrichtung, über die Auswahl benötigter Literatur bis hin zur Beantragung der Erstausstattung und Einstellung des benötigten Personals. Es dauerte dann drei Jahre, bis die erste Experimenthalle im AVZ, dem Aufbau- und Verfügungszentrum, eingeweiht wurde, und somit für den Aufbau und Betrieb von Experimentieranlagen zur Verfügung stand. Parallel wurden die Planungen für die neuen Gebäude der Chemietechnik auf der sogenannten Hauptbaufläche, dem heutigen Campus Nord der TU Dortmund, vorangetrieben. Nach der Fertigstellung der nach den Wünschen des Fachbereichs konzipierten Räumlichkeiten wurden diese im Jahre 1975 bezogen.

Der Studien- und Lehrbetrieb des Fachbereiches Chemietechnik wurde offiziell am 01.10.1970 aufgenommen. Die damals gelegten Grundzüge des Studiums lassen sich zum Teil noch im heutigen Curriculum des Studienganges Chemieingenieurwesen wiederfinden. So mussten die Studierenden bereits damals in den Fächern Anorganische Chemie und Organische Chemie ein über mehrere Wochen gehendes ganztägiges Praktikum absolvieren. Am 30.04.1974 war es dann so weit und die Früchte der Arbeit wurden sichtbar: Der erste Absolvent des Fachbereichs, Dipl.-Ing. Jürgen Sadlowski, konnte gefeiert werden.

Halle der Chemietechnik im AVZ, 1971Die sehr erfolgreiche Arbeit der Fakultät auf dem Gebiet der Chemietechnik hat sich in den darauffolgenden Jahren geändert, da die Industrie neue Anforderungen an die Verfahren zur Herstellung von Chemikalien, Materialien und Kraftstoffen formulierte. Dieses gilt insbesondere für die industrielle Biotechnologie. Konsequenterweise hat der Fachbereich seine Aktivitäten in diesem Bereich durch die Einrichtung entsprechender Lehrstühle und Arbeitsgruppen ausgeweitet und 2003 die Umbenennung in „Fakultät für Bio- und Chemieingenieurwesen“ (BCI) vorgenommen. Einher ging diese nun auch nach außen sichtbare Änderung mit der Einführung des Studienganges „Bioingenieurwesen“, die zu einer noch heute anhaltenden starken Erhöhung der Studierendenzahlen führte. Den Anforderungen aus Industrie und Gesellschaft folgend, hat die Fakultät mittlerweile ihr Spektrum in Lehre und Forschung in Richtung pharmazeutische Industrie erweitert.

Die Fakultät sieht sich für die kommenden Herausforderungen bestens aufgestellt, um auf die veränderten Anforderungen im Bereich der Lehre und Forschung angemessen reagieren zu können.